Wir brauchen eine klare Idee davon, wie Organisationen funktionieren, um das eigene Arbeitsumfeld gestalten zu können. Unser Ansatz basiert auf dem 4-Spaces-Modell*. Es bietet einen systemischen Blick auf Organisationen: Räume für das Tagesgeschäft, das Team, die Gesamt-Steuerung und die Mitarbeitenden als Individuen.
*Christiane Seuhs-Schoeller
Jeder Raum verhandelt andere Themen und hat andere Aufgaben. Herausforderungen sollten jeweils in dem Raum gelöst werden, in denen sie auftauchen. Ein sinnvolles Gleichgewicht der Räume muss hergestellt werden.
Moderierte Meetings oder Besprechungen finden in allen »Räumen« statt und verlangen unterschiedliche Formate. Wieso? Aufgabenkoordination ist keine inhaltliche Diskussion, Entscheidungen sind das Gegenteil kreativer Ideenentwicklung, ein Konflikt in der Gruppe braucht ein eigenes Format, um nicht das strategische Meeting zu beeinflussen.
Eine Positionierung ist die Grundlage der organisationalen Arbeit. Sie beantwortet die Frage nach der Relevanz der Organisation für die Gesellschaft und formuliert die Werte der Zusammenarbeit. Wer kein Leitbild hat, kann mindestens eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bezüglich des Meetings formulieren. Sie definiert zum Beispiel, wie wir mit Feedback umgehen, welche Rechte und welche Pflichten Einzelne haben oder wie wir miteinander sprechen.
Kunden: Museum Ulm, SKWK Berlin, Brandenburg Museum
In diesem Raum besprechen wir das tägliche Geschäft, die »eigentliche Arbeit« und wie wir diese möglichst effizient erledigen können. Meetings im operativen Raum sind der Klassiker und das täglich Brot der Zusammenarbeit. Es zeichnet sich durch wiederkehrende Themen, TOPs und Aufgaben aus und kann in vielen Fällen eine Art Frühjahrsputz vertragen. Die wesentliche Frage lautet: Wozu gibt es dieses Meeting? Daraus ergeben sich alle anderen Faktoren: Teilnehmer:innen, Themen, Formate, Entscheidungswege.
Kunden: Kulturraum Berlin, Case Stadt Freiburg, Case Komische Oper Berlin
In diesem Raum finden wir Lösungen dafür, wie wir wertschätzend und konstruktiv miteinander arbeiten und wie wir auftretende Spannungen und Konflikte gut miteinander lösen können. Moderierte Formate - wir würden das eher nicht mehr Meetings nennen - im Team-Raum verfolgen das Ziel, die Zusammenarbeit und die Beziehungen zu reflektieren, aufzubauen und sie zu verbessern. Wir stellen ein sehr wirksames und vielfach erprobtes Format vor, dass der emotionalen Seite professioneller Themen Gehör verschafft.
Kunden: Herzog-August-Bibliothek, Hof Prädikow, Museum Ulm
In diesem Raum entwickeln wir die Strukturen und Rahmenbedingungen, die beschreiben, nach welchen Regeln und Prämissen wir agieren. Ähnlich dem operativen Meeting handelt es sich hier meist um Format mit wiederkehrenden Fragen und Themen. Das Steuerungsmeeting ist oftmals sogar eine Variation des operativen Meetings bzw. wird in regelmäßigen Intervallen zwischengeschaltet, um das »Wie« des gemeinsamen Arbeitens zu reflektieren, zu optimieren oder neu zu gestalten.
Kunden: Stiftung Lobetal, Förderprogramm Aller.Land, Museum Ulm
In diesem Raum findet die individuelle Weiterentwicklung ihren Platz: neue Erkenntnisse werden gewonnen und integriert, auch Fehler und das Lernen aus ihnen haben ihre Berechtigung. Hier verorten wir Gesprächsformate, die es ermöglichen, wohlwollend und wertschätzend die eigene Position in der Arbeitswelt zu erkunden, zu reflektieren und weiter zu entwickeln.
Kunden: Case Tollhaus Karlsruhe, Pfalztheater Kaiserslautern, Wirtschaftsförderung Bremen
Die Moderation von Meetings ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die oftmals »einfach« damit einhergeht, dass eine Teamleitung ein Meeting moderiert – ohne sich gut gewappnet zu fühlen. Wir klären die zugehörigen Aufgaben und Zuständigkeiten für Moderation und Team und geben Hilfestellung für Organisation, Rollenfindung und Durchführung des Meetings.
Störungen in Meetings werden immer wieder auftreten - sei es in Form von Unruhe, einer destruktiven Grundhaltung, Vielredner:innen oder Abdriften vom Thema. Dann ist es hilfreich, einen konstruktiven Umgang mit diesen Störungen zu etablieren. Wir erläutern Grundprinzipien und Handlungsspielräume innerhalb des Meetings und definieren Eskalationsstufen.
Gute Meetings schaffen Klarheit, nachvollziehbare Entscheidungen, transparente Verantwortlichkeiten und strukturierte Kommunikation.
Meetings prägen die Organisationskultur entscheidend, da sie Zusammenarbeit, Kommunikation und Entscheidungsprozesse definieren.
Nein. Moderation ist nur ein Teil. Im Mittelpunkt stehen Zusammenarbeit, Entscheidungswege und organisatorische Kommunikation.
Grundsätzlich für alle Organisationen mit mehr als fünf Mitarbeitenden. Besonders relevant ist der Ansatz für Kulturinstitutionen, NGOs, Projektteams und Organisationen mit komplexen Abstimmungsprozessen.
Ja. Meetings beeinflussen die alltägliche Kommunikation, klare Verantwortlichkeiten und prägen die interne Zusammenarbeit – und damit auch die Organisationskultur.